About me

Ich bin Jan, geboren und aufgewachsen in dem beschaulichen Städtchen Dinslaken am Rhein.
Wie kam ich auf die Idee, eine Webseite im Blog-Format einzurichten und was sollte euch begeistern, diese zu besuchen und zu verfolgen?
In den letzten 2-3 Jahren habe ich einige unkluge Entscheidungen getroffen und unschöne Erfahrungen gemacht sowie bei einigen Menschen für unschöne Erfahrungen gesorgt.
Wie vielleicht einige von euch aus der eigenen Historie wissen, gibt es verschiedene Gründe für solche Entwicklungen und ebenso verschiedene Möglichkeiten, damit umzugehen.
Diese Ereignisse mündeten in einer tiefgreifenden Unzufriedenheit, die sich letztendlich in einer depressiven Episode manifestierte.
Ein Grund warum ich mich zu diesem Blog entschieden habe, denn wie ich seit dieser Zeit leider feststellen musste, ist dieses Thema noch immer stark unterrepräsentiert, teils stigmatisiert und pauschalisiert.

Bei mir äußerte sich diese Phase durch Antriebslosigkeit, Ermattung, Lebensmüdigkeit und Suizidgedanken, die letztendlich so stark wurden, dass ich diese Gedanken in die Tat umsetzte, zum Glück ohne finale Konsequenz.
Ich war vorher schon von melancholischer und impulsiver Grundstimmung geprägt und bin es nach wie vor, habe aber dank therapeutischer Hilfe Strategien erlernt, um mit dieser Problematik umgehen und, mit dem Bewusstsein das es zu meinem Leben gehört und im worst-case auch wieder „ausbrechen“ kann, leben zu können.

Der notwendige Schnitt kam Anfang 2016 und war brutal schmerzhaft und anstrengend, aber in der Konsequenz richtig, wohltuend und befreiend wie ich mittlerweile merke.
Von der letztendlich gescheiterten Beziehung, über die sehr verletzende Ansprache in der Famillie, die abgelehnte Absage einer Auszeit im Job, woraufhin ich die Kündigung eingereicht habe aus Rücksicht auf mich selbst, der Wohnungsauflösung und Wiedereinzug ins Kinderzimmer bis hin zu dem Selbstbewusstsein und der Ehrlichkeit mit und zu sich selbst, dass es gerade zwar komplett scheiße ist und man vielleicht aus gesellschaftlicher Sicht versagt hat, es aber nach jedem Sturz nur aufwärts gehen kann, sofern man Kraft und Mut hat einen Fuß aufzustellen und aufzustehen.
An dieser Stelle auch einen lieben und liebenden Gruß an meine Familie und Freunde die ich nicht einzeln aufzählen will, weil jeder irgendwie seinen Teil dazu beigetragen hat, ohne vielleicht von der Situation insgesamt gewusst zu haben, besonders aber an jene, die es relativ deutlich miterlebt haben und trotz meiner oft miserablen Laune an meiner Seite waren.
Ob es die Flucht in die Berge Österreichs, der Marathon in Hamburg, eine erdende Tour nach Hereford und Schottland oder ein unglaublich schönes Wochenende in Brügge mit einem wunder- und liebevollen Menschen der trotz einer sicherlich nicht sehr vielversprechenden Perspektive an meine Seite gerückt ist.

Was ich jedem der sich ebenfalls in dieser oder einer vergleichbaren Situation befindet, aus eigener Erfahrung heraus raten kann, ist folgendes:
sei nicht zu stolz oder uneinsichtig zu sein um professionelle Hilfe anzunehmen oder anzufordern. Es ist weitaus mutiger diese in Anspruch zu nehmen, als selbst mit seinen Dämonen zu kämpfen!
Fokussiere dich auf wenige Sachen die dir wirklich wichtig sind und versuche diese zu erreichen oder umzusetzen. Am besten nacheinander, denn viele Dinge zeitgleich schaffen ist verlockend, lassen dich aber das wesentliche aus den Augen verlieren.
Sei glücklich mit dem wer du bist, wen du hast und was du hast. Wenn du es nicht bist, ergründe warum und ändere es, am besten frühzeitig. Ich sehe meine Lösung nicht als Patentlösung an, weiß Gott nicht. Und man muss auch nicht komplett Tabula Rasa (kleiner Gruß an die alte Studentenvereinigung) machen um sich zu verändern oder einen neuen Abschnitt in seinem Leben zu beginnen.

Um wieder einen Fuß auf den Boden zu kriegen, habe ich mich dann gefragt, was mir wichtig ist, mich glücklich machen kann und was schon lange ein Traum von mir ist den ich mir gerne erfüllen würde.
Herausgekommen sind folgende Sachen:
Wichtig ist mir Gesundheit, sowohl meine eigene als auch die meiner Mitmenschen (als Fysiotherapeut eine gute Basis).
Glücklich macht mich persönlich mit lieben Menschen Zeit zu verbringen, anderen Menschen zu helfen, meine persönliche physische und mentale Freiheit nutzen zu können und die Welt zu entdecken.
Einer der lang gehegten Träume war es, Motorrad zu fahren. Voraussetzung dafür ist aber den Führerschein zu machen und ein Motorrad zu kaufen oder zu mieten.
Dieser Wunsch stand zunächst der ursprünglichen Planung viel zu reisen im Wege.
Nach längerem Abwägen der Punkte, die für und gegen die Möglichkeiten sprechen, kam ich zu dem Schluss, mit dem Motorrad auf Reisen zu gehen:).
So wurde im März dieses Jahr der private Vorsorge-Fonds geplündert und der Führerschein gemacht. Mehr im Hier und Jetzt leben! Und als ich am Tag vor der Prüfung von Holger, dem Bruder meiner lieben Tante noch den Tipp zu einem super Schnäppchen für eine Maschine erhalten habe, war es wie eine Fügung.
Prüfung bestanden, Motorrad angeschaut und es hat einfach gepasst.
Der ursprüngliche Plan, Skandinavien zu bereisen musste aber aufgrund des dank einer Blutvergiftung und eines erneuten Kreuzbandrisses verzögerten Erwerbs der Fahrerlaubnis und des damit vorangeschrittenen Jahres sowie einiger mir am Herzen liegender Termine (u.a. D+E Hochzeit) abgeändert bzw. verschoben werden.
So stand letztendlich der Plan, gen iberische Halbinsel zu reisen, mit Ziel Gibraltar.
Dies soll als Auftakt für Erlebnisberichte verschiedenster Art und Weise genommen werden, es würde mich freuen wenn ihr kommentiert, die Seite teilt oder auch nur zeigt, dass ihr die Idee „liked“.

Keep calm, carry on and stay positive!

Jan